Indikationen

Dermatologie

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Dermatologie

Zwar befindet sich die Haut aussen, doch muss aus Sicht der TCM ihre Behandlung von innen erfolgen. Denn die Haut wird durch allerfeinste Blutgefäße genährt und über diese kleinen „Netzleitbahnen“ sorgt die TCM mit Hilfe von Heilkräutern und Akupunktur für eine Beruhigung der gereizten und entzündeten Haut.

Psoriasis oder Schuppenflechte ist eine relativ häufige Hauterkrankung, die durch rote, schuppige Flecken (Plaques) gekennzeichnet ist. Sie kann oft ein Leben lang bestehen und manchmal auch die Gelenke befallen (Psoriasisarthritis). Die konventionell verordneten Cortisoncremes bringen kurzfristige Linderung, führen nach Absetzen oftmals jedoch zu einem erneuten Aufflammen der Schuppenflechte. Die TCM versteht die Psoriasis als eine „heiße Erkrankung“ und diese innere Hitze zeigt sich nach außen in den dauerhaft geröteten und entzündeten Hautstellen. Die Behandlung zielt darauf ab, mit Hilfe von Chinesischen Arzneimitteln u.a. Hitze im Blutaspekt, Wind sowie Toxisches auszuleiten, damit Entzündungen zu reduzieren und so eine Abheilung möglich zu machen.

Das Handekzem, auch Dyshidrotisches Ekzem genannt, tritt relativ häufig auf. Meist sind die Hände betroffen, gelegentlich auch die Füße oder weitere Stellen am Körper. Typisch sind kleine, oftmals stark juckende, stecknadelkopfgroße Bläschen. Die Haut ist gerötet und gereizt. Wenn der Juckreiz zu quälend wird und die Bläschen (Vesikel) aufgekratzt werden, tritt Flüssigkeit aus. Verschlechtert wird das Dyshidrotische Ekzem durch Stress, häufiges Händewaschen oder eine ölige, zu scharfe Ernährungsweise.

In der Chinesischen Medizin sind diese Symptome Zeichen von Hitze, Feuchtigkeit und Wind, die im Körper entstanden sind und sich über die Leitbahnen (Meridiane) bis in die Hände „ergießen“. Das Handekzem entsteht somit im Inneren, eine äußerliche Behandlung mit Cremes und Cortison führt daher meist nicht zu einer dauerhaften Heilung.

Anders dagegen die TCM: mit Hilfe von Akupunktur und Chinesischen Heilkräutern werden die so genannten „krankmachenden Faktoren“ Hitze, Feuchtigkeit und Wind, die die Haut belasten, ausgleitet und so das Gleichgewicht wiederhergestellt.

Die Neurodermitis wird auch Atopisches Ekzem genannt, da man sie dem allergischen Formenkreis zuordnet. Eine Kombination mit anderen allergischen Erkrankungen wie Asthma, Allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) oder Nesselsucht ist möglich. Meist ist die Haut an Ellbeugen und Kniekehlen betroffen, weswegen sie in der TCM „Wind der vier Beugen“ genannt wird. Die Behandlung der TCM konzentriert sich darauf, mit Hilfe von Akupunktur und Kräutern Wind, Hitze und Feuchtigkeit, die die Haut belasten, zu eliminieren. Auch eine Verbesserung der Ernährungsweise erweist sich oft als hilfreich. In der Praxis für Innere und Chinesische Medizin in München können Erwachsene wie auch Kinder und sogar Säuglinge mit Neurodermitis Hilfe durch TCM erfahren.

Wer kennt sie nicht: die Pickel und Eiterstellen, die in der Pubertät auftreten und das Selbstbewußtsein beeinträchtigen? Fettige, unreine Haut mit Mitessern und Pickeln behandelt die TCM als Hitze-Glut mit Trübheit und Toxischem. Neben Pubertätsakne gibt es auch eine Akne im Erwachsenenalter – oftmals bei Frauen nach Absetzen der Pille. Auch hier bietet die Chinesische Medizin Behandlungschancen ohne dass erneut auf eine hormonelle Therapie zurückgegriffen werden muss.

Verfärbungen der Haut sind sehr häufige Erscheinungen, teils in der Abheilung von entzündlichen Hauterkrankungen wie Psoriasis, teils als Krankheiten wie Melasma oder Chloasma. Vor allem bei Frauen treten bräunliche Flecken und Verfärbungen im Gesicht auf, gehäuft auch nach Geburt. Dieses Bild nennt die TCM „Disharmonie von Qi und Blut“, womit ausgedrückt wird, dass der Energiefluss in der Haut blockiert ist. Mit Hilfe von Akupunktur und Chinesischen Heilkräutern wird der Energiefluss angeregt und balanciert und dadurch der Haut eine Chance gegeben, die Pigmentbildung zu harmonisieren und der Haut wieder eine ebenmäßiges Aussehen zu geben.

Sichtbare Äderchen im Gesicht (Couperose), starke, teils anhaltende Hautrötungen mit entzündeten Pickeln machen eine Gesichtsrose (Rosacea) aus. Sonnenlicht, Alkoho und, Stress können eine noch stärkere Rötung des Gesichts (Flush) auslösen, was für die Betroffenen oft sehr unangenehm ist. In der Chinesischen Dermatologie wird dies als Hitze im Blutaspekt mit Stagnation und Entzündlichkeit gesehen und vor allem mit Chinesischen Heilkräutern therapiert. Auch äußerlich angewendete Kräuter in Form von Tinkturen und Salben können hierbei zusätzlich lindernd wirken.

Egal ob nach einer Operation, Verletzung oder aufgrund eines Diabetes: schlecht heilende Wunden sind für die Betroffenen eine große Belastung und bergen das zusätzliche Risiko einer Infektion der Wunde mit Bakterien. Die TCM kann Störungen der Wundheilung wie auch überschießende Narbenbildung begleitend behandeln und eine eine verbesserte Wundheilung fördern.

Fast alle Menschen erleiden im Laufe des Lebens einmal eine Gürtelrose: starkes Brennen und Juckreiz gehen der Bildung von Bläschen voraus, die dann in der typischen gürtelartigen Ausbreitung halbseitig auftreten. Besonders schwerwiegend kann eine Gürtelrose im Gesicht sein, da hier dauerhafte Schmerzen und auch eine Schädigung der Augen drohen. Eine nicht seltene Komplikation der Gürtelrose sind dauerhafte Schmerzen auch nach Abheilung der eigentlichen Hauterscheinungen, die sogenannte Post-Zoster-Neuralgie (hyperlink zum entsprechenden Abschnitt unter Schmerzen).

Je frühzeitiger eine TCM-Behandlung beginnen kann, desto besser sind die Aussichten auf eine rasche Linderung der Beschwerden. Die Ausleitung von „Gift“, Toxischem und Feuchte-Hitze sind die typischen Vorgehensweisen der TCM in Form von Akupunktur und Kräutern sowohl innerlich wie äußerlich.

Störungen der Talgproduktion der Haut führen entweder zu einer fettigen, öligen Haut oder auch zu starker Trockenheit. In der Betrachtungsweise der TCM sind dies zwei Seiten derselben Medaille: es ist zu viel bzw. zu wenig an „befeuchtenden Substanzen“ vorhanden und es wird mit einer regulierenden oder nährenden Therapie behandelt.